

Psychotherapie (online)
Psychotherapie bietet einen geschützten Raum, um innere Konflikte, Symptome und wiederkehrende Belastungen besser zu verstehen. Meine psychotherapeutische Begleitung findet überwiegend online statt. Dabei verbinde ich tiefenpsychologische Ansätze mit Schematherapie und EMDR. Ziel ist es, wiederkehrende Muster und ihre Bedeutung zu erkennen und nachhaltige Veränderung zu ermöglichen.
Tiefenpsychologisch
fundierte Arbeit
Meine Arbeit ist tiefenpsychologisch fundiert. Sie geht davon aus, dass vieles von dem, was wir fühlen, denken und tun, von unbewussten Vorgängen beeinflusst wird. Diese prägen unsere Beziehungen, Entscheidungen und emotionalen Reaktionen – oft, ohne dass sie uns unmittelbar bewusst sind.
Viele dieser inneren Muster sind in frühen Beziehungserfahrungen entstanden und waren damals hilfreiche Anpassungen an bestimmte Lebensumstände. Im späteren Leben können sie jedoch zu inneren Konflikten, belastenden Gefühlen oder wiederkehrenden Symptomen führen. In der therapeutischen Arbeit können solche Muster nach und nach verständlich werden und in einen neuen Zusammenhang eingeordnet werden.

Schematherapie
Die Schematherapie ist ein vergleichsweise junger, integrativer psychotherapeutischer Ansatz. Sie wurde ursprünglich aus der Verhaltenstherapie heraus entwickelt und verbindet Elemente aus unterschiedlichen therapeutischen Ansätzen, unter anderem aus der Tiefenpsychologie, der Gestalttherapie und der Bindungsforschung.
Im Mittelpunkt stehen sogenannte Schemata. Damit sind stabile, meist unbewusste Muster aus Gefühlen, Gedanken und Beziehungserwartungen gemeint, die sich früh im Leben entwickelt haben. Sie entstehen häufig als verständliche Anpassung an frühe Erfahrungen und prägen, wie wir uns selbst, andere Menschen und Beziehungen erleben.
In der Schematherapie geht es darum, diese inneren Muster gemeinsam zu erkennen, ihre Entstehung zu verstehen und ihren Einfluss auf das heutige Erleben einzuordnen. Daraus können neue, stimmigere Umgangsweisen mit sich selbst und mit anderen entstehen.
Neben den Schemata arbeitet die Schematherapie auch mit sogenannten Modi. Modi beschreiben die unterschiedlichen inneren Zustände, in denen wir uns im Alltag befinden können – zum Beispiel verletzliche, wütende oder kontrollierende Anteile, aber auch gesunde und stabilisierende Seiten. Im so genannten Modusmodell (s.u.) werden diese inneren Zustände sichtbar gemacht und in ihrem Zusammenspiel verstanden. Es hilft dabei zu erkennen, welche inneren Dynamiken in bestimmten Situationen aktiviert werden und wie sich neue, hilfreichere Reaktionen entwickeln können.
Die Schematherapie eignet sich besonders für Menschen, die unter wiederkehrenden Beziehungskonflikten, inneren Spannungen oder festgefahrenen Mustern leiden.

EMDR
(Eye Movement Desensitization Reprocessing)
EMDR ist eine psychotherapeutische Methode, die zur Verarbeitung belastender oder traumatischer Erfahrungen eingesetzt wird. Manche Erlebnisse können innerlich „feststecken“ und im Alltag immer wieder starke emotionale oder körperliche Reaktionen auslösen (sogenannte Trigger).
Im Rahmen einer psychotherapeutischen Begleitung kann EMDR dabei helfen, solche Erfahrungen so zu verarbeiten, dass sie weniger überwältigend wirken und besser eingeordnet werden können. Das Verfahren wird dabei nicht für sich allein eingesetzt, sondern immer eingebettet in den therapeutischen Prozess.
Die therapeutische
Beziehung
Ein zentraler Wirkfaktor meiner Arbeit ist die therapeutische Beziehung. Viele innere Muster sind in früheren Beziehungen entstanden und zeigen sich auch im Kontakt mit anderen Menschen – und damit häufig auch im therapeutischen Setting.
In sogenannten Übertragungs- und Gegenübertragungsprozessen werden frühere Beziehungserfahrungen im Hier-und-Jetzt der Therapie spürbar. In einer verlässlichen und respektvollen therapeutischen Beziehung können diese Dynamiken gemeinsam wahrgenommen, verstanden und eingeordnet werden. Die therapeutische Beziehung wird so zu einem Ort, an dem Veränderung möglich wird.
Integrative Arbeitsweise
Die genannten Verfahren verstehe ich als unterschiedliche Zugänge zum Verstehen bewusster und unbewusster innerer Prozesse. Je nach Anliegen, Lebenssituation und therapeutischem Verlauf können sie sinnvoll miteinander kombiniert werden. Maßgeblich ist dabei nicht die Methode an sich, sondern das, was im jeweiligen Moment für den individuellen Prozess hilfreich ist.
Abschließend
Psychotherapie verstehe ich als einen gemeinsamen Prozess, der Zeit, Offenheit und Sicherheit braucht. Ich arbeite ohne Heilversprechen und ohne Druck auf schnelle Lösungen. Im Mittelpunkt steht das Verstehen innerer Zusammenhänge – als Grundlage für Entlastung, Veränderung und Entwicklung.

